Heute shoppe ich nur für mich – nicht

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Ich möchte euch heute von einem ganz besonderen Tag erzählen. Einem Tag, der mittlerweile fast 2 Jahre her ist und den ich so schnell nicht mehr vergessen werde, ein Schlüsselmoment, welcher mir klar gemacht hat, dass ich eine absolute Vollblutmama geworden bin.

Es war an einem Tag, an dem ich seit langem einen Vormittag frei hatte. Weder die Kinder noch mein Partner waren da. Also hatte ich genau zwei Möglichkeiten, entweder ich mache in Ruhe den Haushalt, damit er später genauso aussieht wie vorher, oder ich gehe in die Stadt und kaufe mir endlich eine neue Jeans und ein Oberteil, da die Jeans, die noch in meinem Schrank hängen, gefühlt so alt sind wie meine Oma.

Also ging ich in aller Ruhe in die Stadt und lief vom Laden zu Laden. So früh am Morgen waren die Geschäfte auch nicht so voll wie an manchen Nachmittagen oder am Wochenende. Ich schlenderte gemütlich durch die Fußgängerzone, ging Frühstücken und genoss einfach die Ruhe und die Zeit für mich, die man als Mama leider nicht so oft hat. Nach 3 ½ Stunden beendete ich meine Shopping-Tour und ging gut gelaunt nach Hause. Ich fühlte mich wirklich gut, denn ich hatte erfolgreich eingekauft und alles bekommen, was ich wollte.

Daheim angekommen summte ich vor mich hin, machte mir gemütlich einen Kaffee und setzte mich dann mit meinen ergatterten Schätzen auf mein Sofa. Ich begann die Tüten auszupacken doch, was ich vor mir ausbreitete waren Kleider für meine Tochter, Hosen für die Jungs, neue Schlafanzüge für die Kinder, Socken für die Kinder, eine total schöne reduzierte Jacke für meine Großen, Sportschuhe und noch viele viele weitere tolle Sachen für die KINDER. Für mich war genau eine Sache in diesen Tüten: STILLEINLAGEN!!!! Verständlicherweise, durfte ich mir am Abend noch von meinem Partner anhören, dass die Kinder doch eh schon genug zum Anziehen hätten und ich mich ja immer beschweren würde, ich hätte nichts mehr.

Ich weiß zwar nicht wie es bei euch ist, aber ich muss pro Kind derzeit mit 3 Oberteilen am Tag rechnen. Denn mal wurde da was verkleckert, und dann wurde dort was verschüttet, oder die Jeans hat ein Loch und so weiter und so fort. Man kauft ein und wäscht, aber man braucht immer mehr. Dazu kommt natürlich, dass die Kinder ziemlich schell aus den Klamotten rauswachsen.

Ich bin mir sicher, dass ich nicht die einzige Mama auf dieser Welt bin, die ihren Kindern  unbewusst Sachen kauft und am Ende mit nichts für sich selbst da steht, oder? Am Anfang schwört man sich wirklich hoch und heilig, dieses Mal nichts für die Kinder zu holen und am Ende steht man mit 1000 Sachen wieder da.

Geht es euch auch so oder bin ich damit alleine?

Eure Aylin