Nochmal zum Familienbett…

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„Mama, wir haben ein “zu dritt Bett” – ein Familienbett.“ Eigentlich hatte ich nicht vor, einen Post zum Thema Familienbett zu schreiben, da es davon schon so viele gibt. Vom obigen Zitat unserer vierjährigen Tochter gestern Abend, vor dem Schlafen, war ich allerdings so berührt, dass ich mich kurzer Hand entschloss, doch einmal davon zu berichten, warum das Familienbett auch nach vier Jahren für uns noch immer die erste Wahl ist.

Schon vor der Geburt war uns klar, dass unser Kind zumindest das erste Jahr bei uns im Schlafzimmer schlafen soll – so wird es ja mittlerweile zum Glück auch empfohlen. Wir kauften ein rollbares Beistellbett, was man später sogar zum Kleinkindbett hätte umbauen können (zum Glück verzichteten wir auf diesen Zusatz).

Da unsere Tochter von Geburt an nur mit Körperkontakt schlafen wollte, diente das Beistellbett zunächst als Rausfallschutz, später dann als Kuscheltieraufbewahrung. Gerade weil unsere Tochter lange Zeit eine miserable Schläferin war, hatte das Familienbett große Vorteile. Sie wurde zum Stillen nie wach. Meist wachte ich automatisch auf, kurz bevor sie unruhig wurde und konnte sie direkt anlegen. Auch wenn sie aus irgendwelchen anderen Gründen unruhig war, konnte ich sie direkt auf meinen Bauch legen, ohne dass sie erst zu weinen begann. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie oft ich hätte aufstehen müssen, wenn sie nicht bei uns geschlafen hätte – aber dann hätte sie wahrscheinlich gar nicht erst geschlafen.

Nach ihrem ersten Geburtstag hatte sich weder an ihrem Schlaf- noch Stillverhalten etwas geändert. Von daher stand eine Ausquartierung nicht zur Debatte. Zudem hatten wir uns alle längst an das gemeinsame Schlafen gewöhnt. Bis etwa zu ihrem zweiten Geburtstag konnte unsere Tochter nur im Tragen stillend einschlafen und ließ sich dann erst nach einiger Zeit ablegen. Auch hier war es praktisch, mich nach dem Einschlafen mit ihr ins große Bett zu legen und sie nach einiger Zeit neben mich zu rollen. Da wir immer bis in den Schlaf begleiteten, konnte es auch nicht passieren, dass unsere Tochter noch etliche Male aus dem Bett aufstand um nach Wasser oder sonstigem zu verlangen. Wenn es ihr wegen einer Erkältung nicht gut ging, bekamen wir es sofort mit und konnten reagieren.

Kurz vor ihrem vierten Geburtstag hat sie angefangen durch zu schlafen und sie hat natürlich mittlerweile auch ein eigenes Bett. Geschlafen wird aber nach wie vor im Familienbett. Es ist einfach zu gemütlich abends zusammen zu liegen, zu kuscheln und dabei eine gute Nacht Geschichte vorzulesen. Meistens bleiben wir, wenn unsere Tochter schläft, direkt im Bett liegen und lesen oder sehen uns eine Serie am Laptop an. Für uns ist es die optimale und entspannte Schlafsituation und wir gehen alle abends gerne ins Bett. Zu Beginn der Sommerzeit fragte unsere Tochter jeden Abend: „Mama, ist es jetzt Abend? Darf ich schlafen?“ Auch wenn sie selbstbestimmt zu weilen mal bis 22 Uhr oder länger aufbleibt, freut sie sich immer darauf, schlafen zu gehen und hat keine Angst vor Dunkelheit oder schlechten Träumen.

Vielleicht mögt ihr gerne von Eurer Schlafsituation berichten? Würde mich interessieren.

Liebe Grüße

Eure Rebekka