Zeit und Geduld – kostbare Güter

Geduld mit Kindern, mama blog

Die Welt scheint sich immer schneller zu bewegen, keiner hat mehr Zeit oder möchte sich diese nehmen. Ich denke da anders – ich möchte mein Kind nicht hetzen, es drängeln und ihm sagen, dass es das doch später auch noch machen kann. Dauernd schimpfen und auf Dinge aufmerksam machen, die gerade zu diesem Zeitpunkt keine Relevanz haben für dieses kleine Wesen.

Ich möchte auf Augenhöhe gehen, den Gefühlen des Kindes Worte verleihen, weil es das selbst vielleicht noch nicht kann, Verständnis zeigen und vor allem – ZEIT GEBEN.

Und ja – ich erwische mich oft selbst dabei, wenn wir “schnell” wohin müssen, Dinge zu erledigen, die sie eigentlich schon selbst kann und mir das dann auch zeternd noch mal nahe bringt…. ABER…. ich mag dieses Wort nicht. Genauso wie “Ja, gleich”. Viel zu oft höre oder verwende ich diese Worte. Eigentlich traurig. Wir haben keine Zeit – aber wir müssen uns welche nehmen, denn diese kleinen Wesen haben NOCH ZEIT, wer weiß wie lange! Bald genug wird es anders sein, leider.

Deswegen versuchen wir so oft wie möglich, unserem Kind Zeit zu schenken, es einfach mal machen zu lassen und man merkt, wie es dabei aufblüht. Sie darf in Sand und im Matsch spielen. Sie darf selbst Dinge ausprobieren, die wir ihr vielleicht so gar nicht zutrauen, aber dann werden wir oft eines Besseren von ihr belehrt. Sie meistert Sachen und blüht dabei auf, weil wir sie nicht daran hindern, sich auszuprobieren.

Ich finde es so schade, wenn wir am Badesee sind und ein Kleinkind in Schwimmwindel im Matsch spielt und von der Mama direkt weggezogen wird, weil es sich ja dreckig macht…. erinnert euch doch mal an eure Kindheit zurück.

Den einzigen Stress denn wir hatten war der, rechtzeitig zu Hause zu sein, wenn die Sonne unterging – wir haben uns dreckig gemacht und uns ab und an weh getan – aber wir durften unsere Kindheit einfach genießen und haben aus all dem gelernt.

Was ich damit sagen will, nehmt euren Kindern nicht ihre Kindheit, lasst sie experimentieren, erforschen, entdecken, Fehler machen und an ihnen wachsen. Die Zeit läuft viel zu schnell und ehe man sieht sind sie groß, und leben im selben stressigen Alltag wie wir alle es jetzt schon tun.

Eure Flora