8 Tipps gegen Langeweile

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Wie ich diesen Spruch liebe: “Es gibt kein schlechtes Wetter – nur falsche Kleidung ” Natürlich kann man mit den Kids in Matschkleidung auch bei Regen raus, aber will man das ständig?  Also ich nicht. Ich bin zwar Frischluftfanatikerin, aber wenn es draußen nass und kalt ist, bin ich lieber im Trockenen. Nur die Kinder nicht, die haben dann nämlich Langeweile und das kann ziemlich stressig werden.

 8 Tipps gegen Langeweile:

1. Gemeinsames Zubereiten von Mahlzeiten

Das Zubereiten der Mahlzeiten ist für viele etwas , was schnell gehen muss. Bloß nicht zuviel Zeit in der Küche verbringen. Wie wäre es denn, die schlechte Wetterfront zu nutzen und mal richtig ausgiebig mit den Kindern das Gemüse zu schneiden oder den Teig für die Pizza zuzubereiten? Das praktische daran ist, dass die Kleinen beschäftigt sind und nochwas dabei lernen. Außerdem schmeckt es den Kids auch bestimmt viel besser,  wenn sie mithelfen konnten. Auch das Backen von Kuchen und Keksen inklusive der Verzierung ist bei meinen Kindern echt beliebt, warum sollte man auch nur in der Weihnachtszeit Plätzchen backen?

2. Geschichten vorlesen und weitererzählen lassen

Unser Großer kann natürlich mittlerweile lesen, er hört jedoch mindestens genauso gern zu, wie seine kleine Schwester,  wenn ich vorlese. Diese interaktiven Bücher sind gut und schön, jedoch kommt es immer noch besser an, wenn ich vorlese. Ich erzähle also Märchen und die Kinder hören gespannt zu. Ich schau, aber dass es ausreichend Bilder im Buch gibt, damit die Kleine der Geschichte aktiver folgen kann. Ist die Geschichte zu Ende, frage ich die Kinder, wie es wohl weitergeht und sie spinnen die Geschichte weiter, ich gebe ihnen dabei immer wieder Impulse, sodass es nie langweilig wird. Zum Schluss erörtern wir gemeinsam, was wir aus der Geschichte mitnehmen und gelernt haben. Ich denke, so fördere ich das Sprach- und Hörverständnis der Kinder.

3. Logisches Denken

Hört sich erst mal wissenschaftlich an, ist es aber nicht. Damit meine ich, dass ich die Kinder ihrem Alter entsprechend Puzzle lösen lasse oder bei Spielen das Einsetzen von Strategien mit ihnen übe. Spiele sollten dem Alter entsprechend ausgesucht werden,  jedoch ist vieles Übungssache. Unser Großer war immer ein starker Puzzler und hat Spielregeln ruckzuck beherrscht,  sodass er schnell mit Artikeln seiner Altersklasse unterfordert war, während unser Nesthäkchen sich mit Gesellschaftsspielen sehr schwer tut. Also sehr unterschiedlich die Beiden. Um Beiden gerecht zu werden,  muss ich da manchmal einen ganz schönen Spagat hinlegen. Meist läuft es so ab, dass ich mit dem Großen spiele, während der Zwerg mir hilft, zu gewinnen.

4. Malen, Basteleien und Co

Zugegebener Maßen bin ich wirklich kein Bastelmeister und ich habe da auch keine Freude dran. Unser Großer hat in seinen feinmotorisch Fähigkeiten eine ganze Weile den anderen hinterherhinkte und mag es bis heute nicht zu basteln. Ich hab dadurch dazugelernt, denn nun legen wir Bastelnachmittage ein. Es wird zu jedem Geburtstag in der Familie ein Geschenk gebastelt, jede Jahreszeit wird mit Basteleien ausgeschmückt. Somit kreisen wir nicht nur wunderschöne Geschenke, sondern es werden gleichzeitig die feinmotorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten meines Sohnes gefördert. Wir malen viel, auch wenn ich noch nicht viel beim Zwerg erkennen kann, freue ich mich jedoch,  dass sie mit Feuereifer dabei ist. Kneten lieben wir ja unheimlich, oder ehrlich gesagt die Kinder,  denn ich mag die ganzen Knetkrümel, die überall kleben bleiben gar nicht. Aber Knete gehört halt zum Kindsein dazu.

5. Ausmisten

Nichts lieben meine Kinder mehr, als alle Spielkisten auf dem Boden auszuleeren. Ihr glaubt gar nicht, was da alles so drin ist. Richtige Schätze! Und dann wird sortiert. Unsere Kisten sind nach Spielzeugart sortiert. Es gibt einen Haufen für Müll, einen für den Flohmarkt und halt dann noch zwei, für Spielzeuge, die in andere Zimmer gehören. Und dann wird sortiert. Wir machen das so ungefähr zwei bis drei mal im Jahr,  und es ist unfassbar,  was dabei so rumkommt.

6. Andere Indooraktivitäten

Dazu zählen für mich vor allem der Indoorspielplatz,  auf den ich sehr ungerne gehe, denn er kostet mich soviel Kraft und Nerven, dass ich danach sofort reif fürs Bett bin, die Kinder aber leider nicht.

Das Hallenbad, ja da geh ich gerne hin. Bis auf das nachher wieder anziehen, finde ich es sehr entspannend mit den Kindern schwimmen zu gehen. Der Zwerg ist zwar ganz schön wasserscheu, aber es hilft alles nichts, mit Mama muss man ins Schwimmbad.

Das Kino ist nicht für jedes Alter was. Ich muss gestehen,  den Zwerg  (bald vier) hatte ich noch nicht mit im Kino. Weiß ich auch nicht, ob das so eine Gute Idee ist. Der Große war schon einige Male im Kino und liebt es.

7. Fantasiespiele/ Rollenspiele

Wir bauen eine Höhle, Burg oder sitzen in einem Raumschiff – egal bei was, ich spiele gerne mit. Ich finde es unglaublich interessant, zu sehen, wie die Kleinen die Situationen nachspielen und gesehenes verarbeiten. Was für mich dabei am Wichtigsten ist: Mein Umgang mit den Kindern spiegelt sich bei ihnen im Spiel wieder. Glaubt mir, so manches Mal habe ich einen Schrecken bekommen,  wenn der Zwerg mit seiner Püppi schimpft, denn sie gibt tatsächlich eins zu eins wieder,  was ich so sage.

8. Beautytage einlegen

Warum nicht das schlechte Wetter nutzen, und einen Badetag einlegen?  In der Badewanne spielt sogar meine Kleine gerne mit Wasser.
Und dann ziehen wir auch das volle Programm durch:

  • Baden bis Schwimmhäute wachsen
  • Haarkur
  • Nägel kürzen
  • Nägel lackieren
  • tolle Frisuren zaubern
  • in kuschelige Schlafanzüge schlüpfen

Danach machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich und schauen einen Film. Ich hab damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Kinder sauber und beschäftigt, was will ich mehr?

Eure Yvonne