Warum feiern wir St. Martin

ursprung st martin, mama kind, ab wann laternenumzug

Wie jedes Jahr, feiern wir mit den Kindern St  Martin und erinnern uns an seine Geschichte. Doch warum feiern wir eigentlich diesen Tag? Allem voran steht der Martinsumzug, wie bei uns der Laternenumzug auch genannt wird, ist für die meisten Kinder einer der Höhepunkte des Jahres und mit Feuereifer basteln die Kinder im Kindergarten mit ihren Erzieherinnen ihre Laternen.

Das Bastelthema ist jedes Jahr ein anderes – nur die Vorschulkinder basteln traditionell „Fuchslaternen“, da sie bei uns im Kindergarten „schlaue Füchse“ genannt werden.

Wenn es dunkel wird, treffen sich die Kinder, singen mit den Eltern und den Erzieherinnen ein oder zwei Lieder und dann reitet St. Martin voraus und die Kinder folgen ihm mit ihren Laternen. Die freiwillige Feuerwehr vom Ort begleitet den Zug und sperrt die Straßen für uns ab. Alle zwei Jahre spielt der ortsansässige Posaunenchor auf und das Ganze wird richtig festlich.

Unterwegs werden Martinslieder gesungen und zum Schluss gibt es für jedes Kind Kinderpunsch und eine Martinsbrezel. Für die Erwachsenen gibt es heiße Würste und Glühwein und es ist immer wieder schön zu sehen, wieviele Eltern, Großeltern, Onkels, Tanten oder einfach Leute aus dem Dorf am Laternenumzug teilnehmen.
Ich liebe es, zu sehen, welchen Spaß die Kinder beim Laternenumzug haben und wie ihre Augen strahlen! Ich selbst habe auch großen Spaß daran und erst wenn es richtig kalt ist, schmeckt ja der Glühwein so richtig 😉
Der Martinsumzug ist sozusagen das “Glühweinopening” für uns Eltern.

Beim gemeinsamen Spielen rund ums „Martinsfeuer“ vergeht der Abend immer wie im Flug und die Kinder fallen meistens todmüde und sehr glücklich ins Bett.

Meine Kinder freuen sich unheimlich auf den Laternenumzug, mein Sohn zählt schon, wie oft er noch schlafen muss und hat voller Stolz seine selbst gebastelte Laterne vom Kindergarten mit nach Hause gebracht.

Meine Tochter, die im September in die Schule gekommen ist, hat sich dazu entschieden, ihre „Fuchslaterne“ vom letzten Jahr zu nehmen, die sie sehr sorgfältig nebst Laternenstab aufbewahrt hat. Dank meiner gewissenhaften Tochter sind tatsächlich beide Laternenstäbe vom letzten Jahr noch intakt und ich musste keine neuen kaufen.

Für uns kann der Martinstag kommen 😉

Doch woher kommt der Brauch, bzw. was hat es mit St. Martin auf sich?

Die Legende besagt, dass der Heilige St. Martin im Winter einen frierenden Bettler traf . Da er selbst nichts weiter bei sich hatte als seine Waffen und seine Kleidung, die er am Leib trug, teilte er mit seinem Schwert seinen Mantel, um den Bettler vor dem Erfrieren zu bewahren.

Heute sollen die Laternen beim Laternenumzug Licht in den trüben November bringen und auf die Botschaft des Heiligen St. Martin aufmerksam machen: Vergesst die Notleidenden nicht!

Man ist übrigens niemals zu jung oder zu alt um an den Umzügen mitzulaufen, es treffen sich alle Altersklassen um die Nacht mit Ihren Laternen und Fackeln zu erhellen.

Wie ist es bei euch? Gibt es bei euch den „traditionellen“ Martinsumzug, lauft ihr Laterne und bittet um Süßigkeiten wie an Halloween oder habt ihr damit gar nichts am Hut?

Liebe Grüße

Eure Nadine

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


17 − eins =