Warum feiern wir Nikolaus?

Geschichte des heiligen Nikolaus, Ursprung, weihnachten, mama blog

Lasst uns froh und munter sein – wer kennt dieses Lied nicht? Vielleicht kennt ihr sogar auch kleine Reime für den Nikolaustag, zum Beispiel:

„Ach, du lieber Nikolaus,

komm ganz schnell in unser Haus.

Hab so viel an dich gedacht!

Hast mir doch was mitgebracht?“

Ganz besonders freuen sich meine Kinder auf den Nikolaustag am 06.12., von dem sie sich Lebkuchen, Schokolade, Nüsse und ein kleines Geschenk in ihrem Schuh erhoffen. Doch je älter meine Kinder werden, desto lauter werden die Frage nach diesem Heiligen Nikolaus. Da ich denke, dass es euch sicherlich genauso geht, werde ich heute auf diese Fragen eingehen.

Der Heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert in der Türkei. Dort wurde er Mitglied eines Klosters und wurde daher Opfer der Christenverfolgung. Dennoch blieb der Heilige Nikolaus ein gläubiger Christ. Es gibt viele Legenden um den Heiligen Nikolaus und diese sind vielleicht auch eher für die Kinder interessant, als die brutale Christenverfolgung um 310.

Der Heilige Nikolaus verhinderte durch Geldgeschenke, dass eine arme Familie die eigenen Töchter zum Arbeiten zwingen musste (um es ehrlich der Legende nach zu sagen: Er verhinderte, dass die Töchter zwangsprostituiert werden mussten!). Dies geschah dadurch, dass er Ihnen heimlich durch die Fenster oder den Kamin, in die zum Trocknen aufgehängten Socken, Geld zusteckte.

Außerdem soll er seine Heimatstadt in der Türkei vor der Hungersnot bewahrt haben und drei Pilger, die auf einem Schiff reisten und heiliges Öl für eine Kapelle an Bord hatten, gerettet haben, indem er den schrecklichen Sturm stoppte.

Die Legenden machen den Heiligen Nikolaus zu einem Schützer von Kindern, Familien und Reisenden und das bereits seit dem 6. Jahrhundert! Bereits in dem 8. Jahrhundert ist schriftlich von dem Heiligen Nikolaus in Griechenland die Rede und danach breitete sich seine Legende in ganze Europa aus.

Seit dem 16. Jahrhundert ist das annähernd heutige Brauchtum, um den Heiligen Nikolaus belegt. Der Heilige Nikolaus wurde zu dem Geschenkesüberbringer für brave Kinder.

Das typische deutsche Brauchtum sieht es vor, am Abend vor dem Nikolaustag (also am 5.12.), die Kinder ihre frisch geputzten Stiefel vor die Tür stellen zu lassen, sodass sie der Nikolaus mit Süßigkeiten und Nüssen, teilweise auch Früchten teilen kann.

In manchen Familien kommt dann auch wirklich vor den Kindern ein verkleideter Nikolaus und sein Begleiter Knecht Ruprecht nach Hause. Der Heilige Nikolaus und sein Knecht sprechen Lob und Tadel aus, fragen die Kinder auch nach ihrem Benehmen und verteilen dann Süßigkeiten für die lieben, braven Kinder. Oftmals wird dieses Brauchtum auch als pädagogisches Druckmittel eingesetzt, was ich persönlich nicht empfehle. Kinder in lieb und böse einzuteilen ist eine veraltete Erziehungsansicht, die heutzutage nicht mehr in die Gesellschaft passt. Wir Erwachsenen wissen selbst, dass wir auch nicht immer lieb und artig sind, sondern oftmals über das Ziel hinausschießen. Kinder dürfen auch frech sein und das ist in Ordnung.

Bei uns zu Hause ist es Tradition, dass die Kinder den Stiefel hinausstellen und am nächsten Morgen, nämlich dem Nikolaustag, einen gefüllten Stiefel vorfinden. Andere benutzen keine Stiefel sondern Säckchen oder Taschen. Was man lieber mag, liegt dabei an den Vorlieben und eigenen Kindheitserinnerungen. Hier gibt es meiner Meinung nach keinen falschen Weg. Jede Familie entscheidet für sich richtig.

Schenkt ihr eurem Partner auch etwas zu Nikolaus? Bei uns gibt es einen Schokoladennikolaus und Lebkuchen für uns Große!

Der Weihnachtsmann/Santa Claus wie er zB in den USA genannt wird, entstand übrigens als Adaption für einen Werbespot der Coca Cola Company, welche Ihm auch das heute bekannte rote Kostüm und aussehen verpasste und dessen Gestalt bis heute prägte.

Liebe Grüße,

Eure Jasmin