Wenn Time Management versagt – Mama ist Selbstständig

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„Ich liebe mein Kind über alles und hab es gerne um mich, will es nicht jetzt schon in irgendeine Fremdbetreuung stecken, aber möchte auch irgendwo mehr als „nur“ Mama sein.“ – Diese Gedanken hatte ich Anfang des Jahres, unsere kleine Fee war zu der Zeit gerade mal ein Jahr alt.

Nach langem hin und her und viel Recherchen habe ich dann beschlossen, mich „nebenbei“ selbstständig zu machen.

Ich nähe schon lange und gerne, hauptsächlich für unsere Fee, mich und Freunde, also schien mir das die perfekte Lösung zu sein, mein Hobby zum Beruf zu machen.

Mein Mann arbeitet in einem Drei-Schicht-Betrieb, was für uns als Familie bedeutet, dass wir jede Woche einen anderen Tagesablauf haben und Lea ihren Papa immer zu unterschiedlichen Zeiten sieht – manchmal länger, manchmal fast gar nicht. Die Zeit, die wir dann  zu dritt haben, versuchen wir so gut wie es geht auszunutzen und zu genießen.

Für mich ist es schwierig, gerade dann, wenn mein Mann Nacht- oder Nachmittagschicht hat, denn das sind die Wochen, wo er kaum zu Hause ist beziehungsweise viel schlafen muss, um wieder fit für die Arbeit zu sein.

Was das für mich bedeutet? Ein Spagat zwischen Mama sein und meiner Arbeit! Meistens nähe ich nachts, oder wenn die kleine Fee beschließt, doch mal ein Mittagsschläfchen zu machen.

Für meine Kunden würde ich am liebsten 24 Stunden, 7 Tage die Woche zur Verfügung stehen und ansprechbar sein und es gelingt mir auch meistens, doch oft muss ich mir auch ins Gewissen rufen, dass andere Dinge in manchen Situationen wichtiger sind.

Ich versuche beidem gerecht zu werden, natürlich gelingt mir dass nicht immer, aber es wird von Tag zu Tag besser. Ich merke eine deutliche persönliche Entwicklung und langsam, nach fast 6 Monaten, pendelt sich alles etwas ein.

Ich nenne die Zeit gerade liebevoll „Ruhe vor dem Sturm“, denn bald steht Weihnachten an, was für mich bedeutet, dass ich viel auf Weihnachtsmärkten stehe und die Kundenaufträge auch mehr werden. Außerdem werde ich ab nächstem Monat Näh-Workshops abhalten, die auch einige Zeit und Organisation in Anspruch nehmen werden.

Ich freue mich auf die Zeit, aber irgendwie hat man trotzdem Respekt davor. Sich selbst, der Familie und den Kunden gerecht zu werden ist gar nicht so einfach. Andererseits wird Lea mit ihrem Papa, wenn ich arbeiten muss, mehr und vor allem auch intensivere Zeit zu zweit haben, was mich natürlich für beide sehr freut, weil ihre Bindung dadurch bestimmt noch stärker wird als sie ohnehin schon ist.

Wie ist das bei euch? Wie handhabt ihr das alles? Wie organisiert ihr euch und fällt euch das alles leicht, oder habt ihr selbst oft Bedenken alles richtig zu machen? Ich freue mich auf Kommentare von euch und vielleicht kann man sich ja darüber austauschen.

Eure Flora

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