Ein Wunder für Flocke

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Ein kleiner Hund namens Flocke wuchs mit seinen 5 Geschwistern auf einem Hinterhof auf. Seine Mama verschwand immer wieder für ein paar Stunden, um ihnen etwas zu Essen zu suchen, doch eines Tages kam sie nicht zurück.

Draußen war es nass und kalt und Flocke und seine Geschwister begannen zu winseln und zu jaulen, denn ihre Bäuche waren leer und sie riefen nach ihrer Mutter. Doch sie kam nicht.

Dafür kamen irgendwann Menschen, die auf das Jaulen aufmerksam wurden. “Ach sind die süß”,  hörte Flocke sie sagen und so nahmen die Menschen sie mit. Flocke war mit seinem neuen Leben zufrieden. Er und seine Geschwister spielten zusammen im Warmen und es gab immer etwas zu essen

Doch Flocke und seine Geschwister blieben nicht zusammen. Nach kurzer Zeit kamen immer wieder Menschen, die erst mit ihnen spielten, und dann einen nach dem anderen mitnahmen. Flocke sah, wie die Menschen, bei denen er lebte, Scheine erhielten,  zum Austausch für seine Geschwister.

Flocke wurde traurig,  denn bald war er einsam. Niemand schien ihn zu wollen. Ob dies an seinen weißen Fell lag? Flocke wusste es nicht. Die Menschen,  bei denen er noch lebte, beachteten ihn kaum. Der Mann bemerkte beim Füttern: “Ob wir dich noch loswerden? “

Eines Abends sitzt Flocke am Fenster und schaut hinaus in die Dunkelheit. Draußen ist vieles bunt beleuchtet und plötzlich fallen draußen weiße Flöckchen vom Himmel.  So etwas schönes hatte Flocke noch nie gesehen. Flocke schaut hoch in den Himmel und wünscht sich nur eins:

Auch er möchte nun ein richtiges Zuhause.

Am nächsten Tag scheint das Wunder wahr zu werden. Tatsächlich erscheint ein älterer Mann und Flocke hört sie reden. “Nehmen Sie ihn mit, keiner wollte ihn haben.” Der Mann nahm Flocke hoch und  sagte zu ihm: “Da wird sich meine Enkeltochter aber freuen! “

Nach einer längeren Fahrt in einem metallenen Kasten, die Flocke furchtbare Angst einjagte, kamen sie an einem Mehrfamilienhaus an. Viele Stufen später stehen sie vor einer Tür und der alte Mann klingelt.

Die Tür wird geöffnet  und vor ihnen steht ein kleines Mädchen. Sie ruft mit lauter quitschender Stimme: “Oh Opa, ist der Hund für mich?”

Sie betreten die Wohnung. “Ach Papa, musste das sein? Was sollen wir denn mit dem Hund?” ,  hörte Flocke eine fremde Stimme schimpfen. Die Stimme stammte von der Mutter des kleinen Mädchens.

“Ach sie hat sich doch so einen Hund gewünscht,  ich helfe euch auch mit ihm.” Flocke wurde in die Arme des kleinen Mädchens übergeben. Die nächsten Tage waren für Flocke wie ein Traum. Er hatte eine neue Spielkameradin, immer Futter und ein warmes Plätzchen. Gassi gehen im Schnee gehörte zur Tagesordnung.

Doch an einem Morgen wurde vieles anders. Flockes neue Familie stand früher als gewöhnlich auf, das Frauchen ging eilig mit Flocke raus und drängte: ” Na los mach mal Pipi.” Dann ging es wieder hoch und plötzlich waren alle fort. Flocke war völlig allein  Zuhause.  Lange Zeit kam niemand und Flocke fing an nach seiner Familie zu jaulen.

Bald konnte er nicht mehr einhalten und und hinterließ eine Pfütze im Flur. Am Nachmittag hörte Flocke dann jemanden mit großen Schritten näher kommen und die Haustür ging auf. Flocke war so froh und begrüßte seine Familie voller Freude mit Springen und Bellen.

Doch alles was er zu hören bekam war: “Hörst du wohl auf zu Bellen und  was fällt dir eigentlich ein, in den Flur zu pinkeln?” So vergingen Wochen und es änderte sich nichts.

Eines Abends hörte Flocke, wie sich die Erwachsenen unterhielten: “Mit dem Hund geht das so nicht. Wir wollten doch gar keinen Hund und Zeit haben wir auch keine. Wir müssen ihn abgeben . “

Flocke fühlte, dass etwas nicht stimmte. Am nächsten Tag waren alle sehr lieb zu Flocke. Er bekam viele Leckerchen, Frauchen ging eine große Runde mit ihm, er wurde viel gekuschelt. Doch er merkte an den Tränen des kleinen Mädchens, dass dies ein Abschied sein würde.

Und so fand Flocke sich ein paar Stunden später in einem Zwinger im Tierheim wieder.
Er war furchtbar traurig und hatte Angst, soviele fremde Gerüche und Geräusche. Doch die Menschen hier waren ihm zugewandt, zwar hatte niemand lange Zeit für ihn, aber sie waren freundlich zu ihm und den anderen Tieren.

Wieder vergingen Monate und draußen kam der erste Frost wieder. Viele Besucher gingen im Tierheim ein und aus. Doch kaum einer schien sich  für Flocke zu interessieren.

Nur eine Familie kam regelmäßig ins Heim und ging mit Flocke Gassi. Flocke freute sich wahnsinnig auf diese Tage. Eines Nachmittags waren sie wieder da. Flocke verließ mit ihnen das Tierheim mit der Vorfreude auf einen ausgiebigen Spaziergang,  doch was ihn erwarten würde, darauf hatte er die Hoffnung bereits aufgegeben.

Der Sohn der Familie knuddelte Flocke und sagte: “Nun gehörst du zu uns, endlich nehmen wir dich mit nach Hause.” Flocke fuhr mit seiner neuen Familie nach Hause. Sein Zuhause war nun ein großes Haus mit tollem Garten.

Flocke fühlte sich das erste mal in seinem Leben geliebt und gewollt. Nun freut Flocke sich auf ein berauschendes Weihnachtsfest mit seiner Familie und  tolle Sommertage in dem großen Garten. Denn auch Tiere wie Flocke haben ein Weihnachtswunder verdient.

Eure

Yvonne

Wir hoffen, Euch hat die Geschichte gefallen – Denkt bitte daran, Tiere sind keine Geschenke, leider gibt es solche Wunder wie in der Geschichte nicht so häufig im echten Leben.