Warum ist es wichtig viel zu trinken?

3 liter Wasser am tag, wieviel sollte man trinken

Trinken sie viel oder wenig? Trinkt das Kind genug? Eigentlich haben wir alle mindestens einmal einen dieser Sätze schon mal im Leben gehört, dennoch achten viel zu wenige Menschen täglich darauf, ob sie wirklich ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. In diesem Fall reden wir natürlich nur vom Idealfall – sprich Wasser.

Forscher streiten sich über Trinkmengen, soll nach Durst getrunken werden oder ist das schon zu spät? Soll sich an die allgemeinen Empfehlungen gehalten werden, aber wenn ja, welche davon ? 3 Liter? 1,5 Liter ?

Über eines sind wir uns, denke ich, allgemein einig: Unser Körper besteht zum Großteil aus Wasser, daher ist es für uns lebensnotwendig.

Was macht Wasser in unserem Körper und was passiert, wenn ich zu wenig trinke?

Die wichtigsten Infos haben wir für euch hier zusammen gestellt.

Um zu verstehen, warum wir dringend Wasser brauchen, sollte man zu allererst wissen, daß unser Körper fast zu 70% aus Wasser besteht (sinkt im Alter). Macht man sich das wirklich bewusst, erklärt es sich schon fast von selbst, warum es nötig ist, ausreichend zu trinken. Das Problem ist, unser Körper kann kein Wasser speichern und ist auf unser Trinkverhalten angewiesen. Das Wasser was wir zu uns nehmen, wird anschließend über die Nieren, Darm, Lunge und Haut wieder abgegeben, z.b als Urin, Schweiß , Tränen und natürlich auch über den Stuhlgang. Insgesamt schätzt man diese Menge auf bis zu zwei Liter, bei Fieber und heißen Temperaturen sogar noch mehr.

Wozu wird Wasser im Körper benötigt ?

Unser Körper braucht Wasser, um unseren Stoffwechsel und unseren Kreislauf optimal zu versorgen, wer nicht ausreichend trinkt, wird feststellen, daß es sich zuerst an Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und Schwindel bemerkbar macht. Auch unsere Haut muss täglich mit genügend Wasser versorgt werden, ansonsten wird sie trocken, es wird sogar ein Zusammenhang mit Orangenhaut bei Frauen vermutet, da durch zu wenig Wasserzufuhr, das Bindegewebe nicht elastisch genug bleibt.

Ein kleiner Test ob eurem Körper ausreichend Wasser zur Verfügung steht:

Zieht die Haut an eurem rechten Handgelenk ein Stück nach oben, geht sie sofort zurück, ist dies ein gutes Zeichen, bleibt eine Hautfalte stehen oder bildet sich nur langsam zurück, sollte man seinem Körper umgehend Wasser zu führen, dies kann ein Zeichen von beginnender Dehydration sein.

Auch für die Nahrungsaufnahme ist Wasser essentiell, den es wirkt Verstopfungen entgegen und wirkt sich positiv auf das Blutdrucksenkende Insulin in unserem Körper aus. Auch Menschen die zur Übergewicht neigen, sollten auf ihr Trinkverhalten achten, denn Softdrinks enthalten sehr viele Kalorien, Wasser hingegen keine und bei einer gesunden Trinkmengen , wird wie oben erwähnt, der Stoffwechsel aktiviert und das ist wichtig für Menschen, die gerne etwas Gewicht reduzieren wollen.

Wann sollte ich Wasser trinken?

Einerseits sagt man, das Durst ein Zeichen von beginnender Dehydration sein soll, andererseits empfehlen einige Forscher nach Durst zu trinken. Auch zu viel Wasser kann schädlich sein, denn wer zu viel trinkt, verdünnt seinen Salz-Basen Haushalt im Blut zu stark und es kann zu einer Wasservergiftung führen, hiervon können gerade Säuglinge und Sportler betroffen sein.

Wieviel Wasser sollte ich trinken?

Die aktuellen Richtwerte für Erwachsene Menschen sind rund zwei bis drei Liter am Tag, wobei man bei älteren Menschen davon ausgeht, das sie etwas weniger trinken, weil sich der Stoffwechsel im Alter verlangsamt und nicht mehr auf “Hochtouren” läuft. Ansonsten empfiehlt es sich, nach Durst zu trinken, aber nicht zu warten, bis ein starkes Durstgefühl vorhanden ist.

Bei Kindern gibt es dort schon deutlichere Angaben, beispielsweise werden für Kinder zwischen 7 und 10 Jahren, ca 970 ml täglich empfohlen, dann steigt der Bedarf auf ca 1.200 ml an. Grundsätzlich sagt man,  je aktiver das Kind, desto mehr benötigt es.

Bei den ganz kleinen ist es wiederum noch mal etwas anderes, denn dort kann zu viel oder zu wenig Wasser, großen Schaden anrichten.

Bei einer Dehydration werden Lebenswichtige Funktionen im Körper verlangsamt und der Kreislauf kann sich zentrieren. Der Körper kann nicht ausreichend Giftstoffe ausschwemmen und auch das Stuhlabsetzen wird erschwert, weil unzureichende Flüssigkeitsaufnahme, zu Verstopfung führt. Bei Säuglingen merkt man dies meist zuerst an einer eingefallenen Fontanelle, weniger nassen Windeln und Verstopfungen. Ein guter Richtwert sind etwa 5-6 nasse Windeln pro Tag.

Bei einer Wasservergiftung wird der Salz-Basen Haushalt im Körper durcheinander gebracht und massiv gestört. Das kann richtig gefährlich werden. Die Kinder wirken aufgedunsen und lethargisch, oft können aber bleibende Schäden verhindert werden, wenn die Eltern im Krankenhaus vorstellig werden und eine sofortige Gabe von Elektrolyten erfolgen kann. Mütter vollgestillter oder ausschließlich mit Flaschenmilch ernährten Säuglinge, sollten grundsätzlich auf zusätzliche Flüssigkeit verzichten und erst Wasser anbieten, wenn die Beikostreifezeichen erfüllt sind und das Kind anfängt feste Nahrung zu sich zu nehmen, also je nach Kind mit etwa 6 Monaten.

Wie man erkennen kann, gibt es anscheinend noch sehr viele Unklarheiten über unser wichtigstes Gut, und ich selber habe seit meiner Kindheit, Probleme , ein gutes Gleichgewicht zu halten. Ich lag als Schulkind häufiger wegen Verstopfungen im Krankenhaus und benötigte Infusionen, weil ich zu wenig getrunken hatte. Selbst meine Eltern, die immer hinter mir her waren, konnten mich nicht zum “mehr trinken” bewegen. Bis heute habe ich Probleme, mein Trinkverhalten gut abzustimmen aber es hilft mir beispielsweise, an verschiedenen Stellen in meiner Wohnung, fertige Gläser hinzustellen und sie im vorbei gehen, über den Tag hinweg, zu leeren. Auch einen Wasser-Wecker habe ich mir gestellt, da ich oft vergesse, etwas außer Kaffee zu trinken, bevor ich das Haus morgens verlasse.

Noch ein kleiner Tipp der mir gut hilft:

Ich kaufe nur Wasser in kleinen Flaschen, da ich dann das Gefühl habe, die Menge gut zu schaffen. Ich bin motivierter, darauf zu achten, anstatt das von meiner großen zwei Liter Flasche, Abends noch ein halber Liter übrig ist.

Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen helfen, zu verstehen, warum Wasser für uns so wichtig ist und vielleicht habt ihr ja noch Tipps, wie ihr es schafft, ausreichend zu trinken. Ich bin auf eure Antworten gespannt!

Passend zum Thema haben wir hier auch noch einmal unsere Artikel zu Wasser und Stillen, sowie Stillmythen – in denen auch noch die Fragen von Stillmamis beantwortet werden.

Eure,

Jana-Eliza

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