Hochschwanger mit dem dritten Kind

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Die Weihnachtszeit ist trotz Schwangerschaftsübelkeit vorbei gegangen, mein großer Sohn wurde zwei Tage nach Weihnachten schon 5 Jahre alt, in unserem Haus fehlen noch immer in manchen Räumen Sockelleisten und das 3. Kinderzimmer ist auch noch leer.

Die Zeit vergeht rasend, in einigen Wochen kommt unser kleiner Bub! Jetzt muss ich mich ranhalten. Anfang Februar sollte alles fertig werden. Vielleicht wollt ihr dann auch Bilder von unserem Kinderzimmer bzw. Kuschelzimmer sehen?

Mittlerweile kann ich, dank Infusion und Tabletten einmal am Tag essen. Die Kanüle im Arm werde ich, glaub ich, nicht mehr los vor der Geburt bzw. ich wurde sie kurzzeitig los, denn meine Venen waren geplatzt, verschwollen, voller Blutergüsse und kaum noch auffindbar. Daher wurde ich drei Wochen lang seitenabwechselnd in die Armbeuge täglich neu mit Schmetterlingsnadel gepiekst, damit der Tropf laufen konnte. Das war schmerzhaft, dafür konnte ich aber tolle Dinge machen wie mit meiner Familie schwimmen gehen. Das habe ich natürlich sehr genossen. Vor Allem auf dem Rücken durch das Wasser zu gleiten und mich so schwerelos zu fühlen.

Ansonsten fühle ich mich erschöpft, vollkommen “zerstört und bemitleidenswert”, aber wer weiß, vielleicht hört es noch auf – ich gebe nicht auf! Leider habe ich einen fiesen Ausschlag im Gesicht von dem einen Medikament bekommen, vielleicht habt ihr ja super Salbentipps für mich, dank Cortison habe ich es einigermaßen in den Griff bekommen ;-).

Nun gut, genug gejammert. Wenn ich es wirklich bis zur 40. Woche schaffe, dann habe ich fast 30 Wochen Venenverweilkanülen, täglichen Infusionen, Millionen Male Erbrechen und extreme Fastenzeit, hinter mir. Brutal! Ich sage es euch, wenn der Kleine bis zum Schluss bleiben kann, schafft er locker die 3,5 kg :-). Denn momentan hat er bereits 2 kg und gedeiht prächtig. Ich glaube er bedient sich an meinem Restfett…. Das Positive: Selbst meine Jeanshosen brauchen keine Hosenerweiterung, sie rutschen sogar.

Lachen, wenn man eigentlich weinen könnte, ist meine Devise. Ich habe leider auch keine Wahl. Mein Frauenarzt hat mit mir diese Woche ein Gespräch geführt und wir haben beschlossen, dass mit der Klinik nach der 37. SSW abgesprochen wird, ob man den Kleinen vorher holt, aufgrund meines Zustandes oder ob wir es evtl. bis zum Schluss rauszögern können. Das liegt wirklich allein an meinem Zustand und nicht, weil der Kleine schlecht versorgt wäre. Auch wenn momentan ein Kaiserschnitt sehr wahrscheinlich ist, wünsche ich mir eine Spontangeburt und hoffe, dass sich meine Kreislaufschwäche und Zusammenbrüche, die ich in den letzten Wochen hatte, nicht wiederholen werden.

Unser kleines Mädchen hatte leider eine kleine Pechsträhne: Bakterieller Infekt, danach direkt Hand-Mund-Fuß-Krankheit und dann ist sie gestürzt und hat sich den Fuß verletzt, danach bekam sie noch eine große Aphte auf der Zunge. Das bedeutete zum Einen: Tragen, tragen, tragen… Und zum Anderen kaum essen und trinken und Weinen beim Zähne putzen :-(. Nun geht auch noch Magen-Darm-Virus im Kindergarten meines Sohnes herum und ich hoffe einfach, dass wir bitte davon verschont bleiben. Hände waschen muss ein jedes Kind ;-). Und die Bronchitis hatte uns leider auch eingeholt. Alle Vier waren wir krank. Ich dachte das ist mein wirkliches Ende (und ich müsste doch noch stationär ins Krankenhaus), aber interessanterweise habe ich das recht schnell überstanden!

Der Bauch ist schon leicht kugelig und im Dezember hatte es so sehr geschneit, dass ich also meinem Sohn versprach mit ihm Schlitten fahren zu gehen. Das bedeutete : Ich, hochschwanger, Venenverweilkanüle im Arm, mit nicht mehr laufender kleinen Tochter im Schlitten, 5 jährigen Sohn an der Hand, direkt zum Schlittenhang. Nach 30 Minuten war der Spaß vorbei: Die Kleine hatte ihren Lebkuchen im Schnee verloren und wollte essen, außerdem war ihr kalt und sie weinte nur noch und wollte ins Auto. Also wieder alle 3 zum Auto gestapft. Ich, keuchend, mein Sohn mit schmerzendem Füßen, nun ja. Was soll ich sagen? Dann zog ich eben beide Schlitten (ich hab sie aneinandergebunden) und nahm meinen Sohn an der Hand. Ich hätte ihn liebend gerne auch nach Hause gezogen, wie unsere Kleine im Schlitten, aber ich konnte es kräftemäßig einfach nicht mit einem Arm. Das sind die Momente, in denen ich mich schlecht fühle. Mein Sohn wäre sicherlich nochmal 30 Minuten Schlitten gefahren, er hat sich außerdem ziemlich abgemüht, weil der Schlitten nicht so wollte wie er und ich konnte ihn gar nicht richtig unterstützen. Ich wollte unbedingt alles für ihn machen und ich hätte ihn so gerne auch gezogen, stattdessen musste er geduldig und trotz Schmerzen weiterlaufen. Er hat es vermutlich gar nicht so gesehen, denn er war zufrieden mit dem Nachmittag. Ich bin mir auch sicher, es tut Kindern unglaublich gut, zu lernen, dass man nicht alles zufriedenstellend lösen kann. Dennoch bleibt so ein Beigeschmack: Es ist so schwierig manchmal, dass man sich nicht einfach klonen kann.

Wie geht es euch dabei? Kennt ihr die Momente, wenn ihr euch am Liebsten für eure zuckersüßen Kinder zerreißen würdet?

Ich hoffe ich kann euch bald davon berichten, dass meine HG verschwunden ist. Habt ihr auch unter Hyperemsis Gravidarum gelitten? Bei mir war es so, dass sich die HG bei jeder Schwangerschaft gesteigert hat. Schlimmer als jetzt kann es eigentlich dann auch nicht mehr kommen. Manchmal zweifle ich auch, dass sie direkt nach der Schwangerschaft diesmal verschwindet.

Stay positive!

Liebe Grüße,

Jasmin mit Kugelbauch

PS: Zeigt doch mal eure Kugelbauchbilder!