Ein Jahr Kindergarten

Ein Jahr Kindergarten. Vor einem Jahr begann im März die Eingewöhnungsphase in der Kita für meinen Sohn. Wir wohnen auf dem Land, allerdings ist es dennoch eine relativ große Einrichtung. Es gibt 5 Gruppen, in denen mittlerweile über 100 Kinder untergebracht sind. Heute schildere ich einmal meine Erfahrungen mit der Eingewöhnung nach dem Berliner Modell, meinen Gedanken als Mutter dazu und was alles in einem Jahr passieren kann.

Die Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnungsphase in unserer Kita läuft nach dem Berliner Modell. Es wurde jedoch betont, dass sehr stark auf die Kinder eingegangen wird.

Unsere Eingewöhnungsphase verlief ohne große Probleme. Mein Sohn ist sehr schnell im Kindergarten angekommen. Seine Bezugserzieherin hat er schon am ersten Tag in sein Herz geschlossen. Sie ist sehr liebevoll und geht auf die Kinder mit sehr viel Feingefühl ein. Eine Tatsache, die mich als Mama natürlich sehr freut und auch mit besserem Gefühl zur Arbeit gehen lässt.

Da er ein sehr fröhliches und aufgeschlossenes Kind ist, fand er sehr schnell Freunde in der Kita. Selbstverständlich himmelt er die großen Jungs unheimlich an und nimmt sie sich als großes Vorbild. So bringt er natürlich allerhand Blödsinn mit nach Hause. Über die meisten Sachen kann ich mich mit einem Lächeln amüsieren. Es waren bis jetzt zB noch keine Schimpfwörter dabei, welche ich als absolut inakzeptabel eingestuft hätte.

Es freut mich unheimlich, dass mein Sohn so super Anschluss gefunden hat.

Ein Jahr Kindergarten. Unglaublich wie die Zeit vergeht. Es kommt mit vor, als wäre es erst gestern gewesen, als ich den Artikel zu unserer heißbeliebten Tagesmutter verfasst habe.

Verpflegung

In unserem Kindergarten gibt es eine ganz bezaubernde Köchin. Das Essen wird also nicht aus einer Großküche geliefert, sondern mit ganz viel Liebe, Achtsamkeit und Sorgfalt frisch und vor Ort zubereitet. Dabei achtet sie sehr genau auf die Ausgewogenheit ihres Essensplanes. Der Appetit der Kinder spricht für ihre Kochkünste. Ich höre aber von vielen Freunden und Bekannten in der Stadt, dass immer mehr Einrichtungen das Essen aus Großküchen beziehen und dieses dann “erwärmt” wird.

Informationsfluss

Ich bin von unserer Tagesmutter eine ganz andere Art der Kommunikation zwischen Eltern und Betreuungseinrichtung gewohnt. Dort gab es jeden Tag einen kurzen Plausch, was den Tag über los gewesen ist. Mir war klar, dass eine Erzieherin mit 15 Kindern nicht das gleiche leisten kann wie eine Tagesmutter, die nur drei Kinder hat. Dennoch wünsche ich mir mehr Kommunikation zwischen den Erziehern und den Eltern. Das habe ich auch schon einmal in der Einrichtung angesprochen, allerdings ist es eher auf Unverständnis gestoßen. Ich habe mir jetzt vorgenommen, genau nachzufragen, was am Tag war.

Positiv – Es gibt vor der Gruppe meines Sohnes ein Whiteboard, auf dem die Eltern die täglichen Aktivitäten der Kinder erfahren können. Darüber bin ich sehr froh, denn oft haben die Erzieher, welche den Morgen mit meinem Sohn verbringen, bereits Feierabend, wenn ich ihn abhole. So bekomme ich zumindest etwas über den Tag meines Sohnes mit.

Negativ – Die Bezugserzieherin und gleichzeitig Gruppenleiterin der Gruppe meines Sohnes ist seit fast 3 Monaten nicht mehr in der Kita. Jedoch wurden die Eltern darüber in keiner Weise informiert.

Daran schliesst sich auch der nächste Punkt an. Es wurde in der Kita eingebrochen. Wir Eltern wurden allerdings in keinster Weise informiert. Es wurde das Büro aufgebrochen, ein Laptop entwendet und einiges verwüstet. Ich hätte mir diesbezügliche einen Elternbrief gewünscht. Schließlich stehen im Büro auch alle personenbezogenen Daten der Eltern und Kinder. Daher interessiert es mich sehr, ob meine Bankdaten, Adresse, Telefonnummer entwendet wurden. Doch es gingen keine Informationen an die Eltern hinaus.

Aktivitäten

Ich bekam letztes Jahr zu Muttertag mein erstes Geschenk von meinem Sohn. Das wurde vom Kindergarten mit organisiert und sogar eine kleine Muttertagsfeier wurde für uns Mamas veranstaltet.

Ebenso mein erstes Weihnachtsgeschenk, einen Tannenbaum aus Papptellern. War ich stolz auf meinen Sohn und er war unheimlich glücklich, seiner Mama eine solche Freude gemacht zu haben.

Die Gruppe meines Sohnes ist immer sehr liebevoll den Jahreszeiten entsprechend dekoriert. Tannenbäume mit Fingerfarbe, ein Adventskalender mit Säckchen für jedes Kind, die an der Decke befestigt wurden.

Zur Faschingszeit waren ganz viele Luftschlangen, Girlanden und liebevoll gestaltete Luftballons in der Gruppe aufgehängt.

Das Austoben an der frischen Luft kommt für die Kinder auch nicht zu kurz. Es gibt immer Erzieherinnen, die mit den Kinder raus gehen. Wichtig dabei ist nur, dass die Kinder die passende Kleidung dabei haben. Da zur Zeit Um- und Anbauarbeiten in der Kita laufen,  müssen Matschkleidung, Gummistiefel und Schneeanzug am Morgen mitgebracht und am Ende des Tages wieder mitgenommen werden.

Ein Jahr Kindergarten. So schnell verfliegt die Zeit! Wie sind eure Erfahrungen im Kindergarten? Was stört euch am meisten? Wovon seid ihr begeistert?

Eure

Vanessa