Von Einschulung und Schulweg

Einschulung, Schulweg

Viele Eltern machen sich Sorgen,  wenn die Kindergartenzeit endet und die Schulzeit beginnt.

Unser Sohn ist mittlerweile in der zweiten Klasse und es läuft ganz gut, aber gerade in den Anfangszeiten war ich sehr besorgt.

Dabei standen natürlich die Fragen im Vordergrund, ob mein Kind den Anforderungen gewachsen sein würde und wie er mit seinem neuen Umfeld zurecht kommt.

Wirklich vorbereiten kann man sein Kind nicht auf die Schulzeit. Schulisch gesehen ist es sowieso eher schwierig,  denn es wird immer Kinder geben,  die mehr können und es wird auch immer die Kinder geben, die noch nicht so weit sind. Im Unterricht wird bei Null angefangen um allen Kindern die gleiche Chance zu geben,  was eine große Herausforderung für die Lehrer darstellt.

Wir hatten das unschlagbare Glück,  dass unser Sohn eine wirklich tolle Klassenlehrerin bekommen hatte. Er fühlte sich sofort wohl und war in ihrem Unterricht sehr gut aufgehoben.  Allerdings fiel diese dann Ende des ersten Halbjahres langfristig aus und so bekamen die Kinder nach ständigem Lehrerwechsel eine neue Klassenlehrerin. Sicherlich nicht der perfekte Start in die Schulzeit.

Schulisch gesehen hat unser Großer uns nie Probleme bereitet, jedoch war das ganze Drumherum eine große Umstellung für ihn (und für uns).

Angefangen damit, dass er morgens lernen musste,  seinen Schulweg zu bestreiten,  was hieß, dass er von Zuhause zur Bushaltestelle laufen und dort in den Bus einsteigen sollte,  um wohlbehalten in der Schule anzukommen.  Natürlich haben wir ihn die ersten Wochen begleitet,  trotzdem war mir nie wohl dabei, meinen sechsjährigen Sohn allein gehen zu lassen.

Schlimmer für mich war allerdings, dass er nach dem Besuch der offenen Ganztagsschule alleine die halbe Stadt durchqueren sollte, um zur Bushaltestelle zu gelangen, denn am Nachmittag halten bei uns die Busse nicht an der Grundschule. Also holte ich ihn soweit es ging – immer ab.

Aber Kinder wachsen mit ihren Aufgaben und auch das klappt mittlerweile,  wenn es sein muss.

Von am Morgen die Brotdose einpacken bis nach der Schule die Hausaufgaben vorzeigen, all das lernen unsere, eben noch so kleinen Kindergartenkinder,  ruckzuck, sobald sie in der Schule sind.

Hier drei wichtige Tipps zu Beginn der Schulzeit:

1. Schulweg
Übt den Schulweg mit eurem zukünftigen Schulkind so oft wie möglich, damit es Sicherheit gewinnt und sich den Weg schon einmal einprägen kann bevor die Schule losgeht.

Besonders in der dunklen Jahreszeit solltet ihr auf Blinklichter und Reflektoren an Jacken und Schultornistern achten, sie können eurem Kind im Fall der Fälle das Leben retten, da die Autofahrer euer Kind viel früher sehen können.

2. Schultasche packen
Das ist ein sehr wichtiger Punkt, auch wenn er auf den ersten Blick nicht als solcher erscheint.

Euer Kind wird jede Menge Schulsachen haben,  die es nicht täglich benötigt,  also helft ihm, seine Schultasche nach Stundenplan zu packen. Zeigt euren Kindern auch, wie die Tasche gepackt werden muss, damit alles problemlos rein passt und lasst es Zuhause üben, denn es gibt nichts nervigeres, als immer der Letze zu sein, der aus der Klasse kommt, weil die Schultasche nicht zugeht. An manchen Schulen können die Kinder die nicht benötigten Schulsachen in der Schule lassen, sodass oft nur die “Postmappe” und die für die Hausaufgaben benötigten Hefte mitzunehmen sind.

3. Habt Vertrauen
Traut euren Kindern zu, dass sie den kommenden Herausforderungen gewachsen sind. Sprecht ihnen Mut zu und unterstützt sie, wenn sie eure Hilfe benötigen.  Denn nur der, der frei gelassen wird, kann auch lernen zu fliegen.

Liebe Grüße
Yvonne