Ostern mit Kind

Ostern ist das höchste christliche Fest, was alljährlich gefeiert wird. Aus meiner Kindheit habe ich viel mehr Erinnerungen an Ostern, als an Weihnachten. So habe ich beispielsweise keine Ahnung, ob ich wirklich an den Weihnachtsmann oder an das Christkind geglaubt habe. Sehr deutlich sehe ich aber noch vor mir, wie meine Mama und ich am Abend des Karsamstag einen Teller Möhren in den Garten gestellt haben, der am Ostersonntag leer war. Dies war für mich der eindeutige Beweis dafür, dass es den Osterhasen gibt. Unsere Vierjährige ist da wesentlich pragmatischer: Eröffnete sie mir doch vor einigen Tagen erst, sie glaube nicht, dass es einen Osterhasen gebe, da ein Hase keine Geschenke tragen könne.

Irgendwie fand ich Ostern auch immer noch magischer als Weihnachten. Vielleicht, weil es einfach so aufregend war, die Geschenke draußen zu suchen. Gerade nach der langen, dunklen Winterzeit war die Osterzeit, in der die ersten Frühlingsblumen erblühten, in unserem Garten besonders schön.

Da im Frühling die Gartensaison beginnt, bekamen meine Geschwister und ich meistens auch etwas für draußen nutzbares geschenkt: Rollschuhe, Roller, Skateboard oder ähnliches. Dazu gab es dann auch noch Bücher oder Hörspiele. Süßigkeiten gab es wenig.

In meinem kompletten Freundeskreis war es ganz genau so und nirgendwo gab es deshalb einen Aufschrei oder dergleichen.

Erst im Zeitalter der Sozialen Medien muss jedes jahreszeitliche Fest bis ins Kleinste auseinander genommen werden.

Mein Mann und ich lassen uns davon nicht beeinflussen, sondern führen die Tradition unserer Eltern weiter. Wir lieben es, jahreszeitliche Feste zu feiern.

Dafür fangen wir Anfang März an unseren Jahreszeitentisch frühlingshaft zu gestalten. Passend dazu basteln wir Fensterbilder und stellen einen Osterstrauß auf. Ich packe unsere Sammlung von Frühlingsbüchern aus, die jedes Jahr erweitert wird.

Dazu backen wir jede Menge österliche Rezepte. Da wir es jederzeit lieben unsere Tochter zu beschenken, bekommt sie auch zu Ostern bei Bedarf gerne größere Geschenke. Mir geht es hierbei nicht um den Preis, sondern darum, ob ein Geschenk sinnvoll ist und Freude bereitet. Was bringen ihr zehn Schokoladenosterhasen, wenn man für das Geld auch ein schönes Buch, oder ein neues Hörspiel kaufen kann? Gerne schenken wir auch noch etwas dazu, was sie draußen nutzen kann, ein neues Fahrzeug, Sandspielsachen oder ähnliches. Von den Omas gibt es dann immer noch genug Süßes. Auch darüber würde ich mich nie beschweren. Es sind die Großeltern und ich freue mich, wenn sie ihre Enkelin beschenken.

Die Geschenke verstecken wir am Morgen des Ostersonntags in unserem Hof oder Vorgarten. Kleine Schokoladeneier werden natürlich auch versteckt, einfach weil das Suchen so viel Spaß macht.

Im Anschluss gibt es ein ausgiebiges Osterfrühstück. Meist gehen wir dann mittags mit der ganzen Familie Essen oder treffen uns zum Kaffee trinken. Auch ein ausgiebiger Osterspaziergang darf nicht fehlen.

Wie verbringt Ihr denn die Osterzeit?

Alles Liebe

Eure Rebekka