Event: Peter Hase

Unsere Muttergans Filmexpertin Rebekka ist wieder einmal einer Einladung zu einem Presseevent gefolgt. Vorab durften Sie für Euch den neuen Film “Peter Hase” ansehen, der morgen in den deutschen Kinos startet.

Wer kennt sie nicht, die liebevollen Illustrationen des Hasen mit der blauen Jacke von Beatrix Potter. Die Originalgeschichte habe ich selber nie gelesen. Da ich von Kinderbuchverfilmungen schon häufig enttäuscht wurde, habe ich den Film ohne weiteres Vorwissen besucht.

Bei der aktuellen Verfilmung von Peter Hase handelte sich um eine Mischung aus Animation und Realfilm. Sowohl die Hasen, als auch die anderen Tiere sind sehr liebevoll animiert, der ganze Film ist sehr farbenfroh und bunt, was gut zu den Illustrationen passt. Rose Byrne, die Darstellerin der Beatrix Potter, spielt ihre Rolle als liebenswerte Tierfreundin und Künstlerin vom Land sehr überzeugend.

Als weitere Hauptcharaktere treten Mr McGregor und und dessen Erbe Thomas McGregor auf. Hauptthematik ist der verbissene Kampf von Mensch und Tier um den Gemüsegarten der McGregors.

Warum allerdings in einem Kinderfilm so deutlich gezeigt werden muss, wie ein alter Mann einem Herzinfarkt erliegt, ist mir schleierhaft. Ebenso die mehr als deutliche Freude der Hasen über den Todesfall ihres Erzfeindes Mr McGregor. Auch der im weiteren Verlauf immer eskalierendere Kampf zwischen dem jungen Thomas McGregor und den Hasen ist absolut nicht nachzuvollziehen. Mag es für Erwachsene vielleicht noch ansatzweise lustig anzusehen sein, können kleinere Kinder meiner Meinung nach kaum verstehen, warum ein erwachsener Mensch dermaßen aggressiv auftritt. Gleich zweimal zerstört der junge Mc Gregor die Auslagen des so liebevoll dargestellten Londoner Kaufhauses Harrods. Die Tiere in seinem Gemüsegarten versucht er in die Luft zu sprengen. Am Ende drückt dann Peter Hase den Knopf, so dass beide Parteien nicht unbedingt Sympathiepunkte sammeln. Zu guter Letzt entgeht der junge McGregor nur knapp dem Tod durch einen von Peter Hase provozierten Allergieschock.

Positiv hervorheben kann man, dass alle Beteiligten sich während dem Kampf ums Gemüse unwohl fühlen und am Ende Frieden schließen. Dennoch hatte ich mich so kurz vor Ostern ehrlich gesagt auf einen niedlichen Familienfilm mit netten Hasen und Menschen gefreut.

Mittlerweile habe ich mich auch über die Originalgeschichte informiert. In dieser geht es zwar auch um die Streiche von Peter Hase, allerdings hätte man diese auch mit weniger Zerstörungswut zeigen können. Schön wäre es gewesen, den Hauptfokus auf Familie und Freundschaft zu legen, was hier einfach in dem ganzen Gemüsekampf untergeht.

Glücklicherweise hat der Film unserer Vierjährigen Tochter trotzdem gefallen, sie fand ihn “Supertoll”. Im Nachhinein hätte ich den Film allerdings keinem Kind unter 6 Jahren gezeigt.

Eure Rebekka