Wer hat an der Uhr gedreht?

Jedes Jahr dasselbe: Wie??? Die Zeit wird schon wieder umgestellt? Vor oder zurück? Heißt das eine Stunde mehr oder eine Stunde weniger? Warum eigentlich? So genau habe ich mich mit diesem Thema ehrlich gesagt noch nie beschäftigt, ich habe es als eine etwas nervende Gegebenheit akzeptiert.

Auf jeden Fall ist es nächstes Wochenende wieder so weit. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wird die Zeit von 2:00 Uhr direkt auf 3:00 Uhr vorgestellt.

Laut Wikipedia wurde die Sommerzeit in Deutschland erstmals während dem ersten Weltkrieg eingeführt. Man erhoffte sich wohl, die Kriegskosten durch das Einsparen von Energie zu minimieren. Mit Ende des Krieges beendete man auch die Zeitumstellung. Erst im zweiten Weltkrieg wurde die Sommerzeit wieder eingeführt und  im Jahr 1949 wieder abgeschafft.

1980 wurde sie aus energiepolitischen Gründen erneut eingeführt. Ob durch die Umstellung der Zeit wirklich Energie gespart wird, konnte lustigerweise nie wirklich belegt werden. Fakt ist allerdings, dass zweimal im Jahr sämtliche Uhren umgestellt werden müssen, was einfach umständlich ist. Von der eigenen Umstellung an die geänderte Zeit ganz zu schweigen. Ich brauche jedes Mal eine halbe Woche, bis ich wieder in meinem gewohnten Rhythmus angekommen bin. Noch anstrengender empfinde ich die Zeitumstellung, seitdem unsere Tochter auf der Welt ist. Besonders wenn die Uhr –  wie am kommenden Wochenende – auf Sommerzeit umgestellt wird, also eine Stunde morgens fehlt. Da hilft es mir auch nichts, abends meine ohnehin nicht mehr vorhandene Freizeit länger im Hellen genießen zu können. Unsere Tochter geht schon immer selbstbestimmt schlafen, wenn sie müde ist, und hat dabei einen recht guten, gleich bleibenden Rhythmus. So bringen auch Tipps wie, einige Tage vorher schon anfangen früher ins Bett zu gehen nichts. Wenn sie nicht müde ist, schläft sie nicht, so einfach ist das. Glücklicherweise haben wir unsere Tage so geplant, dass wir morgens einen kleinen Zeitpuffer haben. Diesen nutzen wir dann, um die Zeitumstellung möglichst stressfrei zu überstehen.

Wir stellen die Zeit am Abend vorher schon um und tun einfach so, als wäre alles wie immer. Am nächsten Morgen bleiben wir einfach eine halbe Stunde – nach neuer Zeit- länger liegen, so dass uns keine komplette Stunde fehlt. Am darauf folgenden Morgen stehen wir dann wieder zur gewohnten Uhrzeit – nach neuer Zeit- , also gefühlt wieder eine halbe Stunde früher, auf. So kommen wir dann langsam in der Sommerzeit an.

Derzeit überprüft das EU Parlament, ob eine Abschaffung der Zeitumstellung sinnvoll wäre. Ich denke, eine Abschaffung dieser Zeit hin und her Schieberei ist lange überfällig. Gerade für Menschen mit Kindern, Tieren, Menschen die im Schichtdienst tätig sind, Fahrer von öffentlichen Verkehrsmitteln,… bedeutet es einfach ein zusätzliches Maß an Organisation und Stress.

Was ist Eure Meinung zum Thema Zeitumstellung? Sinnvoll oder total überflüssig? Habt ihr gute Tipps, um besser in der Sommerzeit anzukommen?

Alles Liebe

Eure Rebekka