Ambulant oder stationär im Krankenhaus entbinden

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Besonders Mehrfachmütter kennen die Frage zu gut: Werde ich im Krankenhaus ambulant entbinden und direkt nach Hause zu meinem anderen Kind gehen oder stationär im Krankenhaus bleiben? Was ist die richtige Entscheidung und wovon mache ich diese Entscheidung abhängig? Wann treffe ich sie? Wann darf ich nicht ambulant entbinden?

Auch ich war bereits in meiner zweiten Schwangerschaft unsicher, wie mein Sohn es schaffen wird, ohne mich zu sein, wenn ich unser zweites Kind geboren habe und noch im Krankenhaus bin. Damals habe ich entschieden, spontan nach der Geburt zu entscheiden, ob ich nach Hause gehen kann. Mein Mann hat mich eher darum gebeten im Krankenhaus zu bleiben, so hat er es auch bei unserer 3. Geburt gemacht. Er bat mich, mich auszuruhen!

Doch nun ganz von vorne: Was ist der Unterschied zwischen ambulanter und stationärer Geburt?

  • Ambulante Geburt: Von einer ambulanten Geburt spricht man dann, wenn das Baby entweder im Geburtshaus geboren wird, da man danach schnell wieder nach Hause gehen kann oder, wenn man das Baby im Krankenhaus gebärt, aber schnell wieder nach Hause möchte. Wenn die Mutter zwischen vier und vierundzwanzig Stunden nach der Geburt das Krankenhaus verlässt, spricht man von einer ambulanten Geburt. Voraussetzungen hierfür sind allerdings, dass keine Probleme während oder nach der Entbindung auftraten und, dass der Streptokokken Abstrich vor der Geburt negativ war. Ist dies nicht der Fall ist es selbstverständlich, dass Mutter und Kind stationär aufgenommen werden.
  • Stationäre Geburt: Von einer stationären Geburt spricht man, wenn die Geburt im Krankenhaus stattfindet (egal ob Kaiserschnitt oder spontan) und die Mutter daraufhin in der Regel 3-5 Tage Aufenthalt im Krankenhaus hat. Die Dauer des stationären Aufenthalts hängt immer von der Geburt ab.

Für mich war besonders der Aspekt der Ambulanten Geburt interessant, da ich schnell wieder zu meinen anderen Kindern wollte.

Die Vorteile einer ambulanten Geburt sind folgende:

  • Zu Hause fühlt man sich am Wohlsten und kann das eigene, viel bequemere Bett genießen.
  • Nutzen des eigenen Bades ist viel angenehmer.
  • Zu Hause ist die Umgebung ruhiger, zumindest hat man keine Zimmernachbarn.
  • Man ist schnell bei der eigenen Familie und kann das neue Familienmitglied gemeinsam genießen und kennenlernen.
  • Studien zufolge treten Wochenbettdepressionen bei jungen Müttern, die schnell wieder zu Hause sind, weniger stark auf.

Wichtig bei einer ambulanten Entbindung:

  • Nachsorge-Hebamme sollte verfügbar / organisiert sein.
  • U 2 – Termin beim Kinderarzt vereinbaren, da die U1 direkt nach der Geburt in der Klinik durchgeführt wird. Die U2 und gegebenenfalls zusätzliche Untersuchungen wie zB der Hörtest müssen vom Kinderarzt durchgeführt werden.

Die Vorteile einer stationären Geburt sind folgende:

  • Man kann sich voll auf das Baby konzentrieren und mit ihm kuscheln.
  • Man muss sich nicht um den Haushalt oder Geschwisterkinder kümmern.
  • Man kann sich erholen, weil man keine Verpflichtungen einhalten muss.

Wichtig bei einer stationären Entbindung:

  • Auch nach einer stationären Entbindung braucht man für die Nachsorge eine Hebamme. Momentan ist es wichtig sich wirklich zeitnah um eine Hebamme zu kümmern (vor der 12. Woche!)
  • Beim Kinderarzt einen Termin für die U 3 vereinbaren (findet nach 4-6 Wochen statt)

Wie man entbinden möchte, muss jede Mutter bzw. jedes Paar für sich selbst entscheiden. Diese Entscheidung ist eine Bauchentscheidung und kann auch noch immer spontan getroffen werden. Ich habe meinen ersten Sohn stationär entbunden, nach der Geburt meiner Tochter blieb ich nur 2 Tage im Krankenhaus und nach der Geburt meines jüngsten Bubes blieb ich nur 24 Stunden im Krankenhaus.

Eure Jasmin

 

p.s.: Hier findet Ihr übrigens noch einen tollen Artikel zum Thema Hausgeburt mit einem total liebevollen Video einer Hausgeburt

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