Hyperemesis gravidarium

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Als Hyperemesis gravidarium wird die Schwangerschaftsübelkeit mit Erbrechen bezeichnet, das ca. 15% der Schwangeren betrifft. Hierbei ist zu unterscheiden, dass es noch die „morning sickness“ gibt, die ungefähr 2/3 der Schwangeren plagt, und nach dem dritten Schwangerschaftsmonat verschwindet. Hier ist den Frauen nur morgens oder abends schlecht, und wenn sie sich erbrochen haben, dann geht es ihnen wieder gut. Die Hyperemesis hat nichts mit der morning sickness zu tun. Der deutsche Name „unstillbares Schwangerschaftserbrechen“ bringt es auf den Punkt. Die Hyperemesis ist klar definiert: die Patientin hat mindestens drei- bis viermal täglich erbrechen, hat mehr als 5 Kilo Gewicht verloren und ein Elektrolytverlust liegt vor.

Während manche Frauen komplett vom Unwohlsein während der Schwangerschaft verschont bleiben, hatte ich ebenfalls das Vergnügen der Hyperemesis. Bei mir fing es in der dritten Schwangerschaftswoche an. Ich musst mich nicht übergeben, sondern mir war übel, 24h lang. Egal, ob ich lag, saß, lief, aß oder eben nichts im Magen hatte. Zum Zähneputzen habe ich 15 Minuten gebraucht. Ich wurde dann ins Krankenhaus eingeliefert und bekam Infusionen, sowie Medikamente, die gegen die Übelkeit helfen sollten. Von denen bekam ich Durchfall. Also ließ ich die daheim wieder weg und kämpfte mich 5 Monate lang durch die Übelkeit. Dabei achtete ich darauf, genügend zu trinken und zu essen.

Auch die Hyperemesis klingt meist nach der 14. Schwangerschaftswoche ab. Es gibt aber auch Schwangere, die bis zur Geburt unter starker Übelkeit und Erbrechen leiden. Ungefähr 1% der Schwangeren zeigen eine bedrohliche Hyperemesis, heißt, Mutter und Kind sind gefährdet. Im schlimmsten Fall muss sogar eine Schwangerschaft abgebrochen werden.

Ursache für die Hyperemesis ist zum einen die hormonelle Umstellung, auf die jede Frau anders reagiert. Forscher vermuten, dass das Bakterium Heliobacter pylori bei der Hyperemesis eine Rolle spielen könnte. Sollte sich das bestätigen, könnte eine Antibiotika-Therapie die Hyperemesis heilen.

Bei der Hyperemesis muss man auf genügende Flüssigkeitszufuhr achten, denn durch das Erbrechen kann schnell Flüssigkeitsmangel entstehen. Es folgen Gewichtsverlust, niedriger Blutdruck und Kreislaufprobleme.

Wie kann man Betroffenen helfen?

Infusionen, die mit Elektrolyten und Vitaminen angereichert werden, lindern den Wassermangel. Es gibt einige Medikamente, die für die Hyperemesis zugelassen sind. Aber auch Akupressur und Akupunktur kann helfen. Fragt eure Hebamme. Beides konnte mir leider nicht helfen, aber wie gesagt, ist jeder anders und einigen Kursteilnehmerinnen ging es nach der Akupunktur besser. Es gibt Tees, Tropfen, Tabletten usw. usw. Es gibt ellenlange Listen, was bei Hyperemesis helfen könnte, gerne berät euch der Frauenarzt bzw. die Hebamme. Hier noch einige Hausmittelchen, die ihr ausprobieren könnt:

Koriander und/ oder Ingwer, Mandeln kauen, grüner Tee, Kieselsäure Gel, morgens im Liegen trinken und essen, Vitamin C

Wenn ihr unter Hyperemesis leidet, dann geht zum Arzt und holt euch Hilfe, denn das geht weit über die normale Schwangerschaftsübelkeit hinaus.

Gutes Durchhalten!

Eure

Alice