Warum man mit Kindern singen und tanzen sollte

Musik ist eine Kunst, die es schon seit sehr langer Zeit gibt. Ich persönlich könnte ohne Musik nicht leben. Wie oft haben mir bestimmte Lieder dabei geholfen, schwierige Phasen zu überstehen, Stress abzubauen oder einschlafen zu können.

Da meine Mutter Musik studiert hat und als Klavierlehrerin arbeitet, lernte ich früh Klavier spielen. Später kamen dann noch Geige und Gitarre hinzu. Mein Mann begann mit fünf Jahren Schlagzeug zu spielen, lernte später noch Gitarre spielen und singt seit  23 Jahren in seiner Band.

Somit ist die Musik ein großer Bestandteil in unserem Leben und es war von Anfang an klar, dass auch unsere Tochter mit Musik aufwachsen sollte. Schon im Bauch begannen wir, ihr Kinderlieder vorzusingen, was wir nach der Geburt fortsetzten.

Eine ganze Zeit lang tanzte ich mit ihr auf dem Arm zu meinen liebsten CDs, damit sie einschlief. Da sie sich sehr früh für Bücher interessierte, kauften wir ihr verschiedene Bücher mit Kinderliedern – am liebsten solche, bei denen auch die Noten abgedruckt waren und eine CD beilag. Schon vor ihrem ersten Geburtstag wusste sie, dass es sich um ein Lied handelt, wenn Noten zu sehen waren. Nun wollte sie immer, wenn sie Noten sah das passende Lied hören, wenn sie ein Lied hörte mussten die passenden Noten her. Außerdem bekam sie erste Rhythmusinstrumente und spielte gerne auf unserer Gitarre herum. Sehr schnell begann sie dann auch mit dem Singen. Anfangs forderte sie uns auf, ihre gewünschten Lieder zu singen.

Meistens, wenn sie im Buggy saß. Eine sehr lange Zeit musste ich bei jedem Weg in die Stadt „Zeigt her Eure Füße..“ singen, oder sobald sie Steine sah (was natürlich sehr oft der Fall war): „Die Steine selbst so schwer sie sind.“ Mit der Zeit fing sie an, sich selbst Lieder auszudenken und ich konnte mich von meiner Singerei erholen. Mittlerweile singt sie gerne Lieder aus ihren Lieblingsfilmen nach, erfindet aber auch nach wie vor sehr gerne. Auch englische Lieder hört und singt sie sehr gerne, wodurch sie schon einige englische Wörter erlernt hat. Einen Großteil des Tages verbringt sie singend.

Auch wenn Kinder viele Lieder von CD hören, ist das direkte Vorsingen durch die Eltern unerlässlich, da die Sprachentwicklung noch besser gefördert wird, wenn der Singende vor einem steht und beim Singen gesehen wird. Durch Singen wird Sprache leichter und mit viel Freude gelernt. Erste Textzeilen werden behalten, wodurch das Gedächtnis trainiert wird. Wem das Vorsingen nicht liegt, der kann ja auch begleitend zur CD mitsingen.

Da unsere Tochter bei meinen Eltern immer sehr gerne auf dem Klavier gespielt hat, bekam sie zu ihrem vierten Geburtstag ein gebrauchtes digitales Klavier. Darauf spielt sie so gut wie jeden Tag. Sie spielt sowohl erste kleine Lieder, erfindet sehr viel eigenes und fängt an bekannte Lieder nach Gehör zu spielen.

Ein Klavier ist einfach ideal als erstes Instrument für Kinder, weil die Tasten gut sichtbar und leicht zu spielen sind. Für den Anfang gibt es sehr schöne Fingerspiele und Lieder, die auch schon kleine Kinder gut erlernen können. Für ein gebrauchtes Klavier bezahlt man mit etwas Glück nicht viel mehr als für ein Keyboard und man hat lange etwas davon. Bei einem digitalen Klavier kann man die Lautstärke regulieren und bei Bedarf auch mit Kopfhörern spielen.

Uns ist es einfach wichtig, dass unsere Tochter so viel wie möglich ausprobieren kann. Die Hauptsache ist natürlich, dass es ihr Spaß macht. Unterricht wird sie erst dann erhalten, wenn sie es möchte.

Wie wichtig ist Musik in Eurer Familie?

Alles Liebe

Eure Rebekka